Braun, B., Künzel, J., Specht, S., Dauber, H.

Jahresstatistik 2015 der professionellen Suchtkrankenhilfe

2017

In Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg), Jahrbuch Sucht 17 (S. 177-202). Lengerich: Pabst.

Das DHS Jahrbuch Sucht fasst jährlich die wichtigsten aktuellen Ergebnisse der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) zusammen. Der vorliegende Beitrag basiert auf den Daten des Jahres 2015, die mit dem Deutschen Kerndatensatz zur Dokumentation im Bereich der Suchtkrankenhilfe (KDS), der in seiner aktuellen Fassung seit 2007 Verwendung findet, erhoben wurden. Im Jahr 2015 wurden in 858 ambulanten und 212 stationären Einrichtungen, die sich an der DSHS beteiligt haben, 344.292 ambulante Betreuungen und 48.841 stationäre Behandlungen durchgeführt. Mit diesem Betreuungsvolumen zählt die Deutsche Suchtkrankenhilfe zu den größten Versorgungssystemen im Suchtbereich in Europa. Ziel dieses Beitrags ist eine breite Ergebnisdarstellung zu aktuellen Daten der DSHS, die aus Platzgründen jedoch keine vertiefenden Analysen oder Langzeitentwicklungen enthält. Im Einzelnen wird ein Überblick über diagnostische Angaben zum primären Betreuungs-/Behandlungsanlass der Klienten/Patienten gegeben sowie Informationen zu weiteren substanzbezogenen Störungen aufgeführt. Diese auf Basis der ICD-10 diagnostizierten substanzbezogenen Komorbiditäten erlauben eine Identifikation häufiger Gebrauchsmuster von Personen, die in Deutschland suchtspezifische Hilfe in Anspruch nehmen. Neben diesen diagnostischen Daten werden soziodemographische Variablen wie Alter, Beziehungsstatus und Erwerbssituation sowie überblicksartig auch Angaben zu Behandlungsdauer und –erfolg berichtet. Der vollständige Bericht der DSHS 2015 ist unter www.suchthilfestatistik.de verfügbar.

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