Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ich freue mich, Sie zum bevorstehenden Jahreswechsel 2017/18 über aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten der Forschungstätigkeiten am IFT informieren zu können.

Im Mittelpunkt des zweiten Halbjahres 2017 stand zweifelslos der Umzug des IFT in die neuen Räume in der Leopoldstraße 175. Entgegen den Befürchtungen fiel der Abschied von der Parzival-/Montsalvatstraße den meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erstaunlich leicht, was wohl mit der Freude auf die neuen und modernen Räumlichkeiten zu tun hatte. Im Zusammenhang mit dem Umzug war das IFT aufgrund einer schwerwiegenden Panne der Telekommunikationsfirma 14 Tage offline und ganze vier Wochen ohne Telefon, d.h. vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. Obwohl diese Probleme gelöst sind und keinen nachhaltigen Schaden hinterlassen haben, war die Anspannung und Aufregung im Haus doch sehr hoch, was vermutlich alle anderen Sorgen in den Hintergrund gedrängt hat. In der Zwischenzeit ist aber wieder so etwas wie „Normalität“ eingetreten und die zu erwartende schnelle Kommunikation über kurze Wege und eine Gemeinschaftsküche entfalten ihre positive Wirkung.

Aus der Reihe der neuen Projekte ist die Evaluation des Neuen-Psychoaktiven-Stoffe-Gesetzes (NpSG) zu nennen, das in Kooperation mit mehreren Projektpartnern im August in einem Kick-off Meeting auf den Weg gebracht wurde. Das neue Gesetz sieht zum Schutz der öffentlichen Gesundheit ein verwaltungsrechtliches Verbot des Umgangs mit NpS vor sowie eine Strafbewehrung des Handeltreibens, der Ein-, Aus- und Durchfuhr, des Inverkehrbringens, des Verabreichens und des Herstellens. Im Rahmen dieses Projektes werden qualitative Befragungen von Konsumenten, Mitarbeitern der Suchthilfe sowie Vertretern von Strafverfolgungsbehörden und Justiz durchgeführt. Zudem werden die zeitliche Entwicklung der Verbreitung von NpS über chemisch-toxikologische Analysen und eine Reihe anderer Sekundäranalysen untersucht. Wie immer gibt Ihnen der Newsletter einen schnellen Überblick über alle aktuellen Forschungsergebnisse in Form von Vorträgen und Publikationen und hält Sie über die aktuellen Personaländerungen am IFT auf dem Laufenden.

Das IFT wünscht Ihnen und Ihren Angehörigen ein gesegnetes Weihnachten und einen ruhigen Jahresausklang.

Viel Freude beim Lesen!
Ihr Ludwig Kraus 

 
 
 
 

Neue Projekte

Evaluation der Auswirkungen des NpSG
Neue psychoaktive Stoffe (NpS) sind neue chemische Varianten bekannter Betäubungsmittel und psychoaktiver Stoffe und können aus Konsumentensicht einen validen Ersatz für Betäubungsmittel darstellen, deren Wirkstoffe nicht im BtMG erfasst werden. Mehr…

Informationen zu weiteren Projekten des IFT finden Sie hier

Publikationen

In der zweiten Hälfte dieses Jahres sind weitere 8 Publikationen in Fachzeitschriften erschienen. Hier eine Auswahl:

Das Stigma von Suchterkrankungen verstehen und überwinden
Stigmatisierung schadet den Betroffenen und verstärkt Suchtprobleme. Sie ist ein Hindernis auf dem Weg zur Hilfe, führt zu schlechterer Behandlung und vergrößert die sozialen und gesundheitlichen Folgen einer Suchtkrankheit. Mehr…

Towards new recommendations to reduce the burden of alcohol-induced hypertension in the European Union
Hazardous and harmful alcohol use and high blood pressure are central risk factors related to premature non-communicable disease (NCD) mortality worldwide. A reduction in the prevalence of both risk factors has been suggested as a route to reach the global NCD targets. Mehr…

Die vollständige Liste unserer Publikationen aus 2017 finden Sie hier

Ereignisse

Beiträge auf Fachkongressen

Piontek, D. (2017, November). Arzneimittelmissbrauch in der Gesellschaft. Erkenntnisse aus dem Epidemiologischen Suchtsurvey. Scheele-Tagung, Apothekertag Mecklenburg-Vorpommern, Warnemünde.

Piontek, D. (2017, November). Ausstiegshilfen für Raucher: Überblick zu Möglichkeiten und Wirksamkeit. Thüringer Aktionsprogramm zur Förderung des Nichtrauchens. Fachgespräch E-Zigaretten, Ausstieg und Jugendschutz, Erfurt.

Kraus, L., Grüne, B., Sleczka, P., & Braun, B. (2017, Oktober). Trajectories of gambling behaviour and gambling problems in outpatient care - Results from an ongoing study. Lisbon Addictions 2017, Lisbon, Portugal.

Kraus, L., Hanschmidt, F., Manthey, J., Scafato, E., Gual, A., Grimm, C. & Rehm, J. (2017, Oktober). Barrieren zum Alkoholscreening bei Patienten mit Hypertonus: Die Rolle von Stigma. Vortrag, Deutscher Suchtkongress 2017, Lübeck.

Kraus, L., Seitz, N.-N., Piontek, D., & The ESPAD Group (2017, Oktober). Are the times a-changin'? Trends in adolescent substance use in Europe. Lisbon Addictions 2017, Lisbon, Portugal.

Piontek, D. (2017, Oktober). Shisha. Das neue Tabakrauchen? 19. Bayerisches Forum Suchtprävention, München.

Kraus, L. (2017, September). Konsummuster und neue Entwicklungen im Konsum legaler und illegaler Suchtmittel. 30. Deutscher Jugendgerichtstag, Berlin.

Piontek, D. (2017, September). Epidemiologie von Suchtgefährdung bei Kindern und Jugendlichen - Was folgt auf neue psychoaktive Substanzen, Mediensüchte und Cybermobbing? Vortrag, DZSKJ Fachtagung 2017, Suchtforschung und -therapie bei Kindern und Jugendlichen, Hamburg.

Specht, S., Braun, B., Thaller, R., & Künzel, J. (2017, September). Neue Herausforderungen für das deutsche Suchthilfesystem durch den demografischen Wandel: Sind die Babyboomer eine spezifische Kohorte? Vortrag, Deutscher Suchtkongress 2017, Lübeck.

Pfeiffer-Gerschel, T. (2017, August). Ein paar Gedanken zur Psychotherapie der Depression. Vortrag, 4. Deutscher Patientenkongress Depression, Leipzig.

Kraus, L. (2017, Juli). Glücksspielmarkt und öffentliche Gesundheit - Überblick und kritische Reflexion. Vortragsreihe des Referats Suchtpsychologie der Sektion Gesundheitspsychologie des BÖP, Wien, Österreich.

Pfeiffer-Gerschel, T. (2017, Juli). Drogensituation in Deutschland und Europa. Vortrag, Betäubungsmitteldelikte, Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei, Spitzingsee. 

Berichte

Welche Änderungen erwarten Konsumenten durch die Einführung des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes (NpSG)? Ergebnisse einer Online-Studie.
Mit der vorliegenden Studie sollten vor dem Hintergrund des kürzlich eingeführten Neuepsychoaktive-Stoffe-Gesetzes folgende Fragen beantwortet werden: (1) Kennen die Konsumenten von NPS das neue Gesetz und wissen sie über dessen Inhalt Bescheid? (2) Welche Veränderungen erwarten die Konsumenten durch das NpSG in Bezug auf den allgemeinen und persönlichen Drogenkonsum und das Angebot von NPS? Mehr... 

Der Reitox Jahresbericht für Deutschland 2017
Mit dem Reitox-Bericht 2017 erscheint das aktuelle Standardwerk zur Situation illegaler Drogen in Deutschland. Der ca. 10-seitige deutschsprachige Kurzbericht gibt einen kurzen Überblick über aktuelle Entwicklungen. Ausführliche Informationen zu einzelnen Themen finden sich in den jeweiligen Workbooks in deutscher und englischer Sprache. Mehr...

Suchthilfe in Deutschland 2016 - Jahresbericht der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS)
In diesem Bericht werden jährlich die wichtigsten aktuellen Ergebnisse der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) zusammengefasst. Die aktuell vorliegende Statistik basiert auf den Daten des Jahres 2016, die mit dem Deutschen Kerndatensatz zur Dokumentation im Bereich der Suchthilfe (KDS), der in seiner aktuellen Fassung seit 2007 Verwendung findet, erhoben worden sind. Mehr... 

Personalien

Neue Mitarbeiter

Johanna Loy hat am 09.10.2017 in der Arbeitsgruppe Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern als neue Mitarbeiterin begonnen. Zuvor hat sie Soziologie und Psychologie in Marburg, Ankara und Köln studiert und ihren Masterabschluss an der Universität zu Köln erworben. Sie wird sich vorwiegend mit der Inanspruchnahme von Hilfe durch problematische Glücksspieler, mit deren ambulanter und stationärer Versorgung sowie mit dem Monitoring des Glücksspielangebots befassen.

Franziska Schneider hat am 1. Dezember 2017 in der Arbeitsgruppe der Deutschen Beobachtungstelle für Drogen- und Drogensucht als neue wissenschaftliche Mitarbeiterin begonnen. Nach Abschluss ihres Studiums der Kriminologie & Gewaltforschung an der Universität Regensburg übernimmt Frau Schneider ab Ende dieses Jahres die Berichterstattung für den Bereich Drogenmärkte, Kriminalität und Gefängnis.

Ehemalige Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiterin Loretta Schulte wird das IFT am Ende dieses Jahres verlassen. Sie war seit Anfang 2016 bei der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen- und Drogensucht (DBDD) tätig und schrieb in dieser Zeit im Rahmen des Reitox-Berichtes die Workbooks Drogen und Kriminalität und Gefängnis. Im Early Warning System zu Neuen Psychoaktiven Substanzen war Sie unterstützend tätig und gibt nun alle Ihre Arbeitsfelder an Franziska Schneider weiter, die schon seit Dezember am IFT tätig ist.

Rebecca Thaller hat von Februar bis Oktober 2017 im Projekt „Deutsche Suchthilfestatistik“ mitgearbeitet.

Anna Kurz hat von September bis Dezember 2017 im Projekt „Analyse von Drogentodesfällen 2012-2016“ mitgearbeitet.

Sonstiges

Prof. Dr. Ludwig Kraus ist seit November 2017 Honorarprofessor am Institute of Psychology der ELTE Eötvös Loránd University in Budapest, Ungarn.

Susanne Zeiler ist seit November 2017 aus der Elternzeit zurück und ist wieder als Assistentin der Institutsleitung tätig.

DEUTSCHE BEOBACHTUNGSSTELLE FÜR DROGEN UND DROGENSUCHT

Seit kurzem ist der jährlich erscheinende REITOX-Bericht zur Drogensituation in Deutschland online verfügbar. Das Standardwerk zur Situation illegaler Drogen in Deutschland liefert in acht thematisch in sich geschlossenen Kapiteln („Workbooks“) umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Aspekten des Phänomens „illegale Drogen“ in Deutschland und kann online unter www.dbdd.de abgerufen werden. Mehr...

Die DBDD begrüßt zudem ihre neue Kollegin Franziska Schneider im Team. Frau Schneider übernimmt ab Ende dieses Jahres die Berichterstattung für den Bereich Drogenmärkte, Kriminalität und Gefängnis. 

IFT-GESUNDHEITSFÖRDERUNG

Die IFT-Gesundheitsförderung hat ebenfalls am 1. Oktober 2017 die neuen Räume in der Leopoldstraße 175 bezogen. Alle weiteren Kontaktdaten, wie E-Mail Adressen und Telefonnummern bleiben unverändert.

Über das aktuelle Fort- und Weiterbildungsangebot der IFT-Gesundheitsförderung können Sie sich hier informieren.

 
 
 

IFT Institut für Therapieforschung gemeinnützige GmbH, Leopoldstraße 175, 80804 München
Tel. +49 89 360804-0 / Fax +49 89 360804-19 / E-Mail: ift@ift.de

Registergericht München, HRB 46395, Ust.-IdNr.: DE 129521698
Geschäftsführung: Stefanie Filipp, Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel

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