Quitline

Evaluation der Rauchfrei-Hotline der BZgA

Laufzeit:
Projektleiter:
Förderung:

01.10.2020 - 31.08.2023

Dr. Kirsten Lochbühler

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Tabakrauch stellt weltweit die häufigste vermeidbare Todesursache dar (Forouzanfar et al., 2016). In Deutschland waren im Jahr 2007 etwa 13 % aller Todesfälle bei Personen unter einem oder über 35 Jahren auf aktiven oder passiven Tabakkonsum zurückzuführen (Mons, 2011). Trotz eines rückläufigen Trends der Prävalenz von Raucher/innen in den letzten Jahren liegt die 30-Tages-Prävalenz unter Erwachsenen in Deutschland aktuell noch bei 23,3 % und der tägliche Konsum bei 15,1 % (Atzendorf, Rauschert, Seitz, Lochbühler, & Kraus, 2019; Seitz et al., 2019).

Die Entwicklung von bundesweit verfügbaren und effektiven Rauchstoppmethoden steht im Mittelpunkt einer effektiven Tabakkontrollpolitik (Borland, Segan, Livingston, & Owen, 2001).

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ein Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (WHO Framework Convention on Tobacco Control, WHO FCTC) ausgearbeitet, um heutige und zukünftige Generationen vor den gesundheitlichen, sozialen und die Umwelt betreffenden Folgen des Tabakkonsums und des Passivrauchens zu schützen. Eine der im Rahmenübereinkommen geforderten Maßnahmen sind Rauchstopptelefone, sogenannte „Quitlines“ (Deutsches Krebsforschungszentrum, 2011). Alle Vertragsparteien sollen telefonische Beratungsdienste anbieten, bei denen sich rauchende Anrufer/innen von geschulten Spezialisten über ihren Tabakkonsum beraten lassen können.

In Deutschland bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Raucher/innen, die sich zu einem Rauchstopp entschieden haben, und Ex-Raucher/innen eine telefonische Beratung mit maximal fünf Folgeanrufen an. Über eine kostenlose Hotline („Rauchfrei-Hotline“) beraten und unterstützen geschulte Berater/innen bei der Vorbereitung und Umsetzung des Rauchstopps. Ebenso werden Hilfe bei Rückfällen geleistet und Informationen zu Fragen rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen erteilt.

Das Hauptziel dieser Studie ist es, eine zwei-armige randomisierte, kontrollierte Studie durchzuführen, um die Wirksamkeit der proaktiven Rauchfrei-Hotline der BZgA zu evaluieren. Auf Grundlage der Evaluation und Prüfung der Wirksamkeit der Beratungshotline der BZgA lässt sich der Prozess der Telefonberatung für die Raucherentwöhnung optimieren und anpassen, um so den Bedarf einer größtmöglichen Personenzahl zu decken.

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