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Analyse drogeninduzierter Todesfälle

Analyse drogeninduzierter Todesfälle in Deutschland nach Zeitpunkt, Bundesland, Auffindesituation und Substanzen

Laufzeit:
Projektleiter:
Förderung:

01.08.2017 - 31.12.2017

Prof. Dr. Ludwig Kraus

Bundesministerium für Gesundheit

Ziel des Projektes ist die Auswertung drogen-induzierter Todesfälle im Zeitraum 2012-2016 nach Jahr Alter, Geschlecht, Bundesland, der Auffindesituation der verstorbenen Person, den festgestellten Substanzen (toxikologisches Gutachten) und diversen weiteren Details. Anhand der Information, die zu den Hintergründen das Drogentodes in der Falldatei Rauschgift vorliegen, erfolgt eine Charakterisierung von drogeninduzierten Todesfällen, beispielsweise hinsichtlich ihrer sozialen Einbettung, ihrer bisherigen medizinischen/therapeutischen Behandlung, oder ihren komorbiden Erkrankungen. Dabei stehen verschiedenen Fragestellungen im Vordergrund.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Alter und Todesursache, Alter und sozialer Eingebundenheit oder Alter und bestimmten Risikofaktoren? Welche zeitlichen Veränderungen bestimmter Risikofaktoren wie Todesursachen, Konsum von Opioiden, NPS oder Fentanyl, polyvalente Konsummuster, Applikationsform, Substitutionsbehandlung sowie Art des Substitutionsmittels, Abstinenzphasen, komorbide Erkrankungen, vorangegangene Krisen oder Umfang und Art soziale Kontakte lassen sich feststellen? Lassen sich Hinweise auf Umstände finden wie vorangegangene Krisen oder soziale Kontakte, die für die Vergabe von Naloxon sprechen (z.B. Anteil der Konsumsituation bei Drogentod, d.h. alleine oder in Begleitung anderer; Anteil Drogentod nach Entlassung, nach oder während eines Aufenthalts in einer JVA oder nach oder während einer Therapie)? Gibt es bezüglich dieser Umstände Veränderungen über die Zeit? Lassen sich Hinweise auf neue todesursächlicher Stoffe oder Veränderungen im Anteil bestimmter Todesuraschen an allen Todesfällen mit bekannter Todesursache finden? Lassen sich geschlechtsspezifische Unterschiede bezüglich verschiedener Risikofaktoren beobachten? Und schließlich, ist Subtanzkonsum in der Vergangenheit ein Prädiktor für Drogentod ob lassen sich bestimmte Charakteristika des Drogentodes anhand ausgewählter Risikofaktoren vorhersagen.

Aus den Ergebnissen besonders gefährdeter Gruppen nach Risikofaktoren wie Auffindesituation oder Substanzkonsum sollen Empfehlungen zur Prävention drogeninduzierter Todesfälle abgeleitet werden. Da in den Jahren 2012-2014 Alter und Geschlecht aus datenschutzrechtlichen Gründen standardmäßig gelöscht wurden, wird eine vollständige alters- und geschlechtsspezifische Analyse nur für die Jahre 2015-2016 vorgenommen.

Welche zeitlichen Veränderungen bestimmter Risikofaktoren wie Todesursachen, polyvalenten Konsummustern Substitutionsbehandlung sowie Art des Substitutionsmittels, Applikationsform, komorbide Erkrankungen, vorangegangene Krisen oder Umfang und Art soziale Kontakte lassen sich feststellen? Welche Stoffe waren todesursächlich und lassen sich zeitliche Veränderungen beobachten? Welcher Subtanzkonsum lag in der Vergangenheit vor? Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede in der Verteilung bekannter Risikofaktoren? Lassen sich bestimmter Todescharakteristika anhand ausgewählter Risikofaktoren vorhersagen? Aus den Ergebnissen besonders gefährdeter Gruppen nach Risikofaktoren wie Auffindesituation oder Substanzkonsum sollen Empfehlungen zur Prävention drogeninduzierter Todesfälle abgeleitet werden.

Da in den Jahren 2012-2014 Alter und Geschlecht aus datenschutzrechtlichen Gründen standardmäßig gelöscht wurden, wird eine vollständige alters- und geschlechtsspezifische Analyse nur für die Jahre 2015-2016 vorgenommen.

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