Ludwig Kraus, Gerhard Bühringer, Tim Pfeiffer-Gerschel, Monika Sassen (zuletzt aktualisiert: 06.06.2011)
Zielsetzung
Das IFT Institut für Therapieforschung in München führt seit 1984 bevölkerungsepidemiologische und klinisch-epidemiologische Untersuchungen zum Glücksspiel in Deutschland mit Schwerpunkt "Geldspielautomaten" durch („Unterhaltungsautomaten mit Gewinnmöglichkeit“, „Daddelautomaten“). Mit dem Monitoring werden zentrale Parameter des Spielverhaltens wie „Anteil aktiver Spieler“ und „Anteil pathologischer Spieler“ sowie die Anzahl jährlich behandelter Klienten mit pathologischem Glücksspielverhalten in den Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe erfasst. Ziel ist es, Trendanalysen zu Langzeitveränderungen des Spielverhaltens und der damit verbundenen Problematik durchzuführen. Durch die langfristige Erhebung von Frühindikatoren problematischen Spielverhaltens in der Bevölkerung (z. B. Spieldauer pro Tag, Anteil von Vielspielern) sollen riskante Entwicklungen frühzeitig erkannt werden. Weiterhin werden Analysen von Risikofaktoren und Veränderungen des Spielverhaltens in Längsschnittstudien zur Verbesserung von Prävention und Therapie Pathologischen Glücksspielverhaltens durchgeführt.
Zu jedem der Themenbereiche des Monitoring können mehrere Abbildungen aufgerufen werden. Dazugehörige Definitionen, Berechnungsgrundlagen sowie Hinweise zu weiterführender Literatur sind weiter unten aufgeführt.
Datenquellen
- 21 Repräsentative Mehrthemenbefragungen zum Spielverhalten an Geldspielautomaten in der Bevölkerung (1984/85, 1987, 1991, 1992, 1994).
- AchtRepräsentativerhebungen zum Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen in der Bevölkerung („Epidemiologischer Suchtsurvey“) und Fragen zum Glücksspielverhalten (1990, 1992, 1995, 1997, 2000, 2003, 2006 und 2009).
- Jährliche Auswertungen der ambulanten und stationären Suchthilfestatistik in Deutschland (1991-2009).
Die Auswertungen der Suchthilfestatistik beziehen sich auf alle Altersbereiche, die Bevölkerungsumfragen auf wechselnde Altersgruppen ab 18 Jahre.
Finanzierung
- Repräsentativerhebungen (Epidemiologischer Suchtsurvey) zum Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen in der Bevölkerung
Förderung: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bonn - Jährliche Auswertungen der Suchthilfestatistik
Förderung: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bonn
- Repräsentative Mehrthemenbefragungen in der Bevölkerung; Aufbau und Führung des Monitoring, Sonderauswertungen
Förderung: Spitzenverbände der Deutschen Automatenwirtschaft, Berlin im Rahmen einer ungebundenen Forschungszuwendung (bis Frühjahr 2008; seither Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz).
Das IFT ist unabhängig in der Auswahl der Fragestellungen und Hypothesen, der Planung und Durchführung des Untersuchungsdesigns sowie der Auswertung, Interpretation und Publikation der Ergebnisse.





