Seit 1984 gehört die wissenschaftliche Untersuchung des Pathologischen Spielverhaltens zu den wichtigen Forschungsgebieten des IFT. Der Schwerpunkt lag dabei ursprünglich bei Geldspielautomaten in Gaststätten, Spielhallen und Imbissstuben („Unterhaltungsautomaten mit Gewinnmöglichkeit“). Durchgeführt wurden bzw. werden epidemiologische Umfragen über Spielerfahrung und Spieldauer an Geldspielautomaten, die es erlauben, mögliche Trends in Hinblick auf die Veränderung des Spielverhaltens über längere Zeiträume zu untersuchen. Des Weiteren wurden zwei Längsschnittuntersuchungen an Spielern in den alten und neuen Bundesländern mit jeweils vier Erhebungen durchgeführt. Ziel war die Erfassung von Veränderungen im jährlichen Abstand, insbesondere in Hinblick auf Untersuchung von Risikofaktoren für die Entwicklung eines Pathologischen Spielverhaltens. Als zusätzliches Thema werden klinisch epidemiologische Untersuchungen zu allen Glücksspielangeboten in Deutschland in ambulanten und stationären Einrichtungen des Suchthilfesystems durchgeführt, die Auskunft über die Zahl der behandelten Personen und mögliche Trends bei dieser Personengruppe geben.
Aus bevölkerungsepidemiologischer Sicht sind Auswertungen zum Glücksspielverhalten und zum pathologischen Glücksspiel von Interesse, die im Rahmen des Epidemiologischen Suchtsurveys (ESA) durchgeführt werden.