Seit 1984 gehört die wissenschaftliche Untersuchung des Pathologischen Spielverhaltens zu den wichtigen Forschungsgebieten des IFT. Der Schwerpunkt lag dabei ursprünglich bei Geldspielautomaten in Gaststätten, Spielhallen und Imbissstuben („Unterhaltungsautomaten mit Gewinnmöglichkeit“). In der über 20jährigen Forschungsperiode wurden bzw. werden speziell epidemiologische Umfragen über Spielerfahrung und Spieldauer an Geldspielautomaten durchgeführt, die es erlauben, mögliche Trends in Hinblick auf die Veränderung des Spielverhaltens über längere Zeiträume zu untersuchen. Des Weiteren wurden zwei Längsschnittuntersuchungen an Spielern in den alten und neuen Bundesländern mit jeweils vier Erhebungen durchgeführt. Ziel war die Erfassung von Veränderungen im jährlichen Abstand, insbesondere in Hinblick auf Untersuchung von Risikofaktoren für die Entwicklung eines Pathologischen Spielverhaltens. Als zusätzliches Thema werden seit 1990 werden in den alten bzw. seit 1993 in den neuen Bundesländern klinisch epidemiologische Untersuchungen zu allen Glücksspielangeboten in Deutschland in ambulanten und stationären Einrichtungen des Suchthilfesystems durchgeführt, die Auskunft über die Zahl der behandelten Personen und mögliche Trends bei dieser Personengruppe geben.

Aktueller Schwerpunkt ist die weitere Auswertung einer umfassenden epidemiologischen Studie in 2006 zu allen Wett- und Glücksspielformen in Deutschland, die im Rahmen des BMBF geförderten Epidemiologischen Suchtsurveys durchgeführt wurde.



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