PHAR-MON
Das Monitoring-System PHAR-MON wurde im Jahr 1988 unter dem Titel ebis-med durch das IFT eingeführt und erlaubt seitdem eine systematische und regelmäßige Überwachung des missbräuchlichen Arzneimittelkonsums bei Personen mit substanzbezogenen Störungen hinsichtlich Konsumentenmerkmalen, Konsummustern und Missbrauchsrisiken.
Die Rekrutierung der Klientenstichprobe erfolgt über die PHAR-MON Referenzeinrichtungen, in denen die Klienten betreut werden. Die Referenzeinrichtungen wurden durch stratifizierte Randomisierung mit den Kriterien
a) Anteil von Klienten mit Abhängigkeit oder Missbrauch von Opioiden und
b) Anzahl der Klientenzugänge pro Jahr
aus der zugehörigen Grundgesamtheit ambulanter Suchtberatungsstellen ausgewählt.
Die PHAR-MON Referenzeinrichtungen bilden einen Anteil von 5% an der Grundgesamtheit der Einrichtungen, die sich an der Deutschen Suchthilfestatistik beteiligen (vgl. Sawatzki & Simon, 1998).
Im Rahmen einer umfassenden Repräsentativitätsbewertung der Referenzstichprobe im Jahr 1999 (Simon, Kraus, Pfeiffer & Strobl, 2003) konnte eine gute Übereinstimmung mit der Gesamtstichprobe der Suchtberatungsstellen in Deutschland nachgewiesen werden.
Abweichungen, die sich ausschließlich für die Verteilung der behandlungsleitenden Diagnosen (=Hauptdiagnosen) der in den Einrichtungen behandelten Klienten ergaben, konnten durch eine Erweiterung der Stichprobe im Jahr 2002 korrigiert werden (Rösner & Küfner, 2004).
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