ESA 2003 Abstracts und pdf
Kraus, L. & Augustin, R. (Hrsg.) (2005). Repräsentativerhebung zum Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen bei Erwachsenen in Deutschland.
Epidemiologischer Suchtsurvey 2003. Sucht, 51 (Sonderheft 1), S4-S57.
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Kraus, L. & Augustin, R. (2005). Konzeption und Methodik des Epidemiologischen Suchtsurvey 2003. Sucht, 51 (Sonderheft 1), S6-S18.
Ziel: Der Epidemiologische Suchtsurvey untersucht seit 1980 Konsum und Missbrauch von psychoaktiven Substanzen in der deutschen Bevölkerung. Der Beitrag beschreibt Konzeption und Methodik des Suchtsurvey 2003. Methode: Die Stichprobe wurde disproportional zur Altersverteilung in der Bevölkerung aus den Einwohnermelderegistern zufällig gezogen. An der schriftlichen Befragung nahmen 8.061 Personen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren teil. Die Antwortrate betrug 55%. In einer telefonischen Nonresponse-Befragung wurden 68% der Nichtantworter erreicht. Schlussfolgerungen: Die im Vergleich zu persönlichen und telefonischen Befragungen niedrigere Ausschöpfungsquote des Epidemiologischen Suchtsurvey wird durch geringere Verzerrungen der Angaben der schriftlichen Befragungssituation ausgeglichen. Die geringen Unterschiede in den Angaben zum Substanzkonsum zwischen Teilnehmern und Nonrespondern unterstreichen die Datenqualität.
Kraus, L., Augustin, R. & Orth, B. (2005). Illegale Drogen, Einstiegsalter und Trends. Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurvey 2003. Sucht, 51 (Sonderheft 1), S19-S28.
Ziel: Mit dem Epidemiologischen Suchtsurvey 2003 werden die Beobachtungen des Konsums illegaler Drogen bei Erwachsenen in Deutschland fortgesetzt. Methode: Die Stichprobe umfasst 8.061 Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren. Die Datenerhebung erfolgte schriftlich, die Antwortrate betrug 55%. Ergebnisse: Die Lebenszeitprävalenz des Konsums von Cannabis, Amphetaminen, Ecstasy und Kokain/Crack der 18- bis 39-Jährigen ist signifikant gestiegen. Nach der Severity of Dependence Skala wurden 1,1% der Stichprobe als cannabisabhängig und 0,1% als kokainabhängig eingestuft. Schlussfolgerungen: Die zunehmende Prävalenz des Gebrauchs illegaler Drogen ist vor allem auf den Anstieg des Cannabiskonsums zurückzuführen. Die wachsende Zahl von Cannabiskonsumenten erfordert effektive präventive Maßnahmen.
Augustin, R. & Kraus, L. (2005). Alkoholkonsum, alkoholbezogene Probleme und Trends. Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurvey 2003. Sucht, 51 (Sonderheft 1), S29-S39.
Ziel: Mit dem Epidemiologischen Suchtsurvey 2003 werden die Beobachtungen des Alkoholkonsums bei Erwachsenen in Deutschland fortgesetzt. Methode: Die Stichprobe umfasst 8.061 Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren. Die Datenerhebung erfolgte schriftlich, die Antwortrate betrug 55%. Ergebnisse: Trendanalysen lassen nur geringfügige Veränderungen des Konsumverhaltens erkennen. Die Mehrheit der Personen mit einem riskanten Trinkverhalten (Rauschtrinken) trank im Durchschnitt moderate Alkoholmengen. Schlussfolgerungen: Die nur geringen zeitlichen Veränderungen bei einem vergleichsweise hohen Pro-Kopf-Konsum sowie die hohe Prävalenz des Rauschtrinkens mit hohen Risiken für alkoholbezogene Probleme bei Konsumenten mit einem im Durchschnitt moderaten Konsum erfordern gezielte alkoholpolitische Maßnahmen.
Augustin, R., Metz, K., Heppekausen, K. & Kraus, L. (2005). Tabakkonsum, Abhängigkeit und Änderungsbereitschaft. Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurvey 2003. Sucht, 51 (Sonderheft 1), S40-S48.
Ziel: Mit dem Epidemiologischen Suchtsurvey 2003 werden die Beobachtungen des Tabakkonsums bei Erwachsenen in Deutschland fortgesetzt. Methode: Die Stichprobe umfasst 8.061 Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren. Die Datenerhebung erfolgte schriftlich, die Antwortrate betrug 55%. Ergebnisse: 37% der befragten Männer und 31% der Frauen sind aktuelle Raucher. Seit 1995 ist bei jungen Frauen wieder ein Anstieg der Konsumprävalenz festzustellen. Am Arbeitsplatz waren 27% der erwerbstätigen und auszubildenden Nicht- und Exraucher täglich Passivrauchen ausgesetzt. Schlussfolgerungen: Die im internationalen Vergleich hohe Konsumprävalenz in Deutschland erfordert verstärkte Präventionsmaßnahmen, insbesondere für Frauen. Die Arbeitsstättenverordnung zum Schutz der Nichtraucher am Arbeitsplatz bedarf weiterer Maßnahmen zur Durchsetzung.
Augustin, R., Semmler, C., Rösner, S. & Kraus, L. (2005). Gebrauch und Missbrauch von Medikamenten. Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurvey 2003. Sucht, 51 (Sonderheft 1), S49-S57.
Ziel: Mit dem Epidemiologischen Suchtsurvey 2003 werden die Beobachtung zur Einnahme von Medikamenten mit Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial bei Erwachsenen in Deutschland fortgesetzt. Methode: Die Stichprobe umfasst 8.061 Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren. Die Datenerhebung erfolgte schriftlich, die Antwortrate betrug 55%. Ergebnisse: Jeder sechste berichtete eine häufige Einnahme von Medikamenten aus der erfragten Arzneimittelgruppen in den letzten 30 Tagen. Schmerzmittel wurden weitaus häufiger als Beruhigungs-, Schlafmittel oder Antidepressiva eingenommen. Ein problematischer Gebrauch nach dem Kurzfragebogen zum Medikamentengebrauch wurde bei 4,3% der Befragten festgestellt. Schlussfolgerungen: Vor dem Hintergrund einer leichten Zunahme der problematischen Medikamenteneinnahme in jüngster Zeit sind neue Beschaffungsmöglichkeiten kritisch zu sehen.
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