Versorgung Suchtkranker in Deutschland: Ergebnisse der S ...
  

Hildebrand, A., Sonntag, D., Bauer, C. & Bühringer, G. (2009). Versorgung Suchtkranker in Deutschland: Ergebnisse der Suchthilfestatisktik 2007. Sucht, 55 (Sonderheft 1), 15-34.
 

  Ziele: Es werden Struktur- und Patientenmerkmale ambulanter und stationärer Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe in Deutschland im Jahre 2007 und die Erreichungsquote von Personen mit Substanzstörungen in der Bevölkerung durch die Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe untersucht.

Methodik: Die Auswertung basierte auf aggregierten Daten von 220.669 Patienten aus 720 ambulanten Suchthilfeeinrichtungen und 34.186 Patienten aus 147 stationären Einrichtungen in Deutschland. Bezogen auf alle Einrichtungen entsprach dies einer Erreichungsquote von 77 bzw. 60 %.

Ergebnisse: Ambulante Einrichtungen waren Anlaufstellen für ein breites Spektrum von Störungen. Patienten mit alkohol-, opioid- und cannabisbezogenen Diagnosen stellten sowohl im ambulanten (57 %, 19 % und 12 %) als auch im stationären (70 %, 14 % und 5 %) Bereich die größten Diagnosegruppen dar. Die Prozentwerte für planmäßige Beendigungen variierten erheblich, am höchsten lagen sie bei Patienten mit alkoholbezogenen Diagnosen (ambulant: 63 %, stationär: 83 %). Trendanalysen zeigen, dass die Anzahl der behandelten Patienten mit alkoholbezogenen Störungen und pathologischem Glücksspielverhalten seit 2002 leicht gestiegen ist.

Schlussfolgerungen: Auch wenn Parallelen zwischen der Versorgung von Suchtpatienten im ambulanten und stationären Bereich gezogen werden können, gibt es zahlreiche Unterschiede in den Patientenmerkmalen, der Behandlung und dem Behandlungserfolg. Hochrechnungen zeigen, dass nur ein kleiner Anteil der Personen mit einer Suchtproblematik betreut wird.

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